Durchgekämpft
Rang 19 bei der EM in Birmingham – und danach der Schlussstrich unter eine Saison, die nie richtig begonnen hat
Verena Mayr hat den Siebenkampf bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham mit 5.906 Punkten auf Rang 19 beendet. Es war ihr erstes Großereignis im Freien seit zwei Jahren. Unmittelbar danach hat sie die Saison 2026 beendet, um ihre Verletzungen vollständig auszukurieren.
Nach dem Sehneneinriss am Hamstring-Ansatz in der Hallensaison und einem Aufbau, den immer wieder kleinere Verletzungen unterbrachen, kam am Tag vor dem Wettkampf auch noch eine Blessur am Oberschenkel dazu. Ein Verzicht stand für Verena jedoch nie zur Debatte.
Mit bandagiertem Oberschenkel lieferte sie am ersten Tag ab: Saisonbestleistungen über die Hürden und im Hochsprung, dann 14,63 m in der Kugel (die sechstbeste Weite des Feldes) und 25,53 s über 200 m. „Über die Kugel habe ich mich richtig gefreut. Bei den 200 m hat man gemerkt, dass das Training fehlt – hinten raus war nichts mehr da", so Verena nach Tag eins.
Am zweiten Tag folgten 5,87 m im Weitsprung, 42,10 m im Speerwurf und 2:14,16 min über 800 m – drei weitere Saisonbestleistungen, fünf insgesamt in sieben Disziplinen. „Das ist nicht der Anspruch, den ich an mich selbst habe. Aber 5.900 Punkte praktisch ohne Training zeigen mir, dass ich nach wie vor eine gute Mehrkämpferin bin. Ich muss nur endlich wieder fit werden", zieht die Österreichische Rekordhalterin Bilanz und bedankt sich bei Coach Rudy Bourguignon, dem medizinischen Team des ÖLV und ihrem Mann Thomas.
Genau dieses „endlich fit werden" ist jetzt das Ziel. Nach Birmingham stehen keine weiteren Wettkämpfe mehr am Programm. Die kommenden Wochen gehören der Regeneration, danach beginnt der Wiederaufbau. Diesmal ohne Zeitdruck und ohne Abkürzungen. „Ich will nicht mehr ausgleichen, ich will wieder angreifen. Dafür muss der Körper zu hundert Prozent passen", blickt Verena auf die nächste Saison.
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